Das Triptichon erinnert an die junge Auguste Böhmer, die ein Liebling dieses Kreises um Goethe und Schiller war. Das prächtige Relief, von Gärtner entworfen, und vom damals wohl berühmtesten Bildhauer des Biedermeier, dem Dänen Thorwaldsen gefertigt, zeigt Auguste wie sie Ihrer Mutter eine Schale mit Bockleter Heilwasser reicht.

Ein Kleinod besonderer Art, dessen Besichtigung Sie keinesfalls versäumen sollten, ist der Lesesaal im rechten Seitenflügel des Brunnenbaus. Der konsequent im Biedermeierstil eingerichtete, lichte Saal gibt ein Bild von Lebensstil und Lebensart früherer (Kurgast)Generationen.
Folgen Sie den Spuren der Biedermeier-Damen, die Sie in ihren aufwendigen Gewändern in die Zeit um 1800 entführen.
Durch die Säkularisation ging das Bad 1803 in den Besitz des Bayerischen Staates über und erreichte mit der Gunst der bayerischen Könige seine 2. Blüte in der Zeit des Biedermeier. Die Neufassung der Quelle unter Ludwig I. und die Einrichtung der eisenhaltigen Stahlbäder trugen zur weiteren Populariät Bad Bocklets bei. Höchste Herrschaften wie die Kronprinzessin Marie von Bayern oder die österreichische Kaiserin Sissi kamen zur Kur oder zu Besuch.