Bad Bockleter Stahlwasser

Nach Jahrhunderten wiederentdeckt wurde die Quelle 1724 durch den Aschacher Pfarrer Schöppner. Der Würzburger Fürstbischof Franz von Hutten ließ sie umgehend vom berühmten Barockbaumeister Balthasar Neumann fassen.

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Die Nutzung der Heilquelle behielt sich zunächst der Fürstbischöfliche Hof selbst vor. Einer größeren Öffentlichkeit zugänglich wurden Quelle und Bad nach der Säkularisation 1803, als Staatsbad des Königreichs Bayern. Der unermüdliche Einsatz der Badeärzte Hofrat Dr. Michael Werner und Dr. Ludwig Trümbach sowie des Ortsgeistlichen Dr. Nikolaus Gengler sorgte immer wieder für Aufschwung. Aber erst als der Diözesan-Caritas-Verband seit 1925 Pächter wurde, ermöglichte er durch Kontinuität und positives Wirken einen geordneten Aufbau und 1937 die offizielle Prädikatsverleihung "Bad" an Bocklet.

Über Bad Bockleter Bürger gibt es den Scherz: "Böckelter sterben nicht, sie verrosten". Wie immer ist an solchen Redewendungen ein Stück Wahrheit. Das Bad Bockleter Heilwasser aus der Balthasar-Neumann-Quelle ist das am stärksten eisenhaltige Heilwasser Deutschlands. Aus 100 Metern Tiefe sprudelt das Heilwasser durch den hohen Druck der eigenen Kohlensäure nach oben. Seine hochwirksame, gesundheitsfördernde Wirkung beruht auf einem einzigartigen Cocktail gelöster Mineralien und Gase.

Nach der Analyse des balneologischen Institutes der Universität München sind in einem Liter Balthasar-Neumann-Quelle enthalten:

Kationen (+)mgAnionen (-)mg
Lithium0,39Fluorid0,48
Natrium625,00Chlorid871,00
Kalium53,30Bromid1,13
Magnesium201,00Jodid0,02
Calcium443,00Sulfat608
Strontium2,55Nitrat0,5
Mangan1,31Hydrogencarbonat1861,00
Gesamteisen16,6Hydrogensulfid0,02
    
Undissozilerte Stoffe   
Meta-Kieselsäure13,20Meta-Borsäure2,97
    
Gasförmige Stoffe   
Freies Kohlendioxid2.622,00  

Neben dem Gehalt an Eisen und Mineralstoffen bewirkt gerade der hohe Anteil gelöster Gase, in Bädern genossen, eine starke, doch gut verträgliche Durchblutung des größten menschlichen Organs, der Haut. Auf diese Weise, aber auch innerlich durch eine Trinkkur, wird außerdem der Organismus entschlackt, mit Mineralstoffen angereichert und der Stoffwechsel insgesamt angeregt. Der geringe Gehalt an Kochsalz, die Magenfreundlichkeit und die ausgleichende Wirkung bei Magensäureüberproduktion tun ein Übriges. Die bewiesenen Heilerfolge gründen auf Entschlackung, Be- und Entwässerung der Zellen, Zellanregung durch Transmineralisation, Änderung der Leitfähigkeit. Deshalb hat sich die Stahlquelle sehr bewährt bei folgenden Indikationen:

  • Allgemeine Kräftigung des Körpers, besonders nach
    • Verletzungen
    • Operationen
    • Infektionskrankheiten
    • Erschöpfungszuständen
       
  • Störungen des Blutbildes
  • Störung der Drüsentätigkeit
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Eisenmangel, Anämie
  • Schwellungen von Gelenken, Kapseln und Muskulatur
  • Magenschleimhauterkrankungen
  • Erschöpfungen im Urogenitalbereich bei Mann und Frau
  • Vorzeitiges Altern

     
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